News 2022

----- 22. Juni 2022 -----

 

Requiem für meinen Freund 

WALTER STACKL

 

 

 

 

 

OA Doz. Dr. Christopher Springer, MBA

über

Walter Stackl:

 

"Mit großer Trauer und Betroffenheit haben wir vom Ableben unseres früheren Chefs erfahren.

 

Walter Stackl wurde am 5. Mai 1948 in Wien geboren. Hier studierte er und promovierte 1974.

 

Zunächst war er an der chirurgischen Abteilung im Krankenhaus Tulln tätig. Anschließend bei Prof. Keminger an der 1. Chirurgischen Universitätsklinik.

 

Von 1975 bis 1979 absolvierte Walter Stackl seine urologische Facharztausbildung an der Universitätsklinik für Urologie bei Prof. Rummelhardt.

 

1980 wechselte er an die urologische Abteilung der Klinik Landstraße – ehemals Krankenanstalt Rudolfstiftung.

 

Ein Jahr verbrachte er am Nierensteinzentrum der University of California in San Francisco – 1988 und habilitierte sich.

Seine Ernennung zum Vorstand der urologischen Abteilung der Klinik Landstraße – als Nachfolger von Prof. Marberger – erfolgte 1991.

 

Walter Stackl führte die radikale Prostatektomie über den perinealen Zugang und die glaslosen laparoskopischen Eingriffe an der Niere ein.

Er baute die Kinderurologie und die  operative Sanierung der Harninkontinenz aus.

 

Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte lagen im Bereich der urologischen Onkologie, der Kinderurologie und der Andrologie.

 

2007 war er Präsident der Österreichischen und Co-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie.

 

2008 erhielt er den Ritter von Frisch-Preis.

 

Walter Stackl zeichnete sich durch sein breites medizinisches Wissen und großes chirurgisches Geschick aus.

Er war ein hervorragender Lehrer, der besonders den jungen Kolleg*innen mit Rat und Tat zur Seite stand.

Unter seiner Führung habilitierten sich mehrere Mitarbeiter*innen und besetzten in weiterer Folge urologische Primariate in Wien und Umgebung.

 

Die interdisziplinäre und die interprofessionelle Zusammenarbeit lagen ihm sehr am Herzen.

 

Obwohl rund um die Uhr erreichbar, hatte Walter Stackl auch Interessen abseits der Medizin. Er war ein passionierter Opern-Fan und liebte das Reisen.

 

Nun hat er nach langer, schwerer Krankheit seine letzte Reise angetreten.

 

Ich bin mir sicher im Namen der gesamten ehemaligen urologischen Abteilung der Klinik Landstraße zu sprechen, wenn ich sage,

er war ein ausgezeichneter Chef,

ein hervorragender Mediziner –

und ein großer Mensch!"

 

 

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Die Musik

"Lux aeterna"

entstammt der

Live-Aufnahme

des

VERDI-REQUIEMS

unter

Sergiu Celibidache

mit

Kurt Rydl

Peter Dvorsky

Elena Filipova

Reinhild Runkel

 

München 1993

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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